PennHIP Deutschland

Veterinärmedizinischer Einsatz der PennHIP-Diagnostik

Neben den züchterischen Aspekten mit dem Bestreben der Verbesserung des Genpools und damit der Zucht gesünderer Hunde hat die Röntgenuntersuchung nach PennHIP aus medizinischer Sicht deutliche diagnostische Vorteile.

Die Vorteile dieser ergänzenden Bildgebung sind:

  • Zuverlässige Aussagekraft der Hüftdiagnostik ab der 16. Lebenswoche
  • Frühzeitige Selektion geeigneter Gebrauchshunde vor der gezielten Ausbildung
  • Beweiskraft bei korrelierenden Schmerzen der Hüften nach Gangbild- und Schmerzpunkt-
    („Triggerpunkt“-) Untersuchungen
  • Relativierung der bislang angenommenen Schmerzfreiheit bei sog. „klinisch inapparenter HD“

Gibt es die „klinisch inapparente HD“?

Nein. Ein ausführlicher Untersuchungsgang wird bereits früh ein „Twisten“ des Beckens erkennen lassen („LSÜ-Twist = lumbosakraler Übergangstwist“). Häufig sitzen Hunde mit lockeren bis schmerzhaften Hüften nicht „hundesitzig“, sondern seitlich auf einem Oberschenkel. Überlastungspunkte, sogenannte Triggerpunkte (in diesem Fall die Ursprungssehne des Musculus rectus femoris) sind in der Regel bereits schmerzauffällig, ohne dass der Hund bis zu diesem Zeitpunkt jemals ein offensichtliches Zeichen von Schmerzen gezeigt haben muss. Eine Röntgenaufnahme des Beckens gem. FCI / OFA (siehe „Definition“) kann nicht oder wenig auffällige Hüftgelenke zeigen. Die darauf folgende macht wie in folgendem Beispiel klar, dass die Hüftgelenke hochgradig locker sind und die Schmerzen durchaus in den Hüften lokalisiert sind!